Eine spannende Frage hatte ca. 100 Personen aus Hamburg und Umgebung auf Einladung der Bewegung "Neue Gesellschaft" der Fokolar-Bewegung zusammengeführt: "Gesellschaft in der Sackgasse - Schicksal oder Chance?".
Von 11 bis 17 Uhr wurde intensiv diskutiert, beraten, ausgetauscht und Visionäres formuliert. Jeder Teilnehmer gab zum Einstieg in einem Korrdinatensystem seine Wertung ab, wie er den Grad der Sackgasse einschätzt und welche Chancen zur Veränderung er sieht. Basierend auf der persönlichen Erfahrung in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Gesundheit, Medien, Ehrenamt, Pädagogik und Familie waren die Workshops am Nachmittag Gelegenheit, den eigenen Standpunkt zu hinterfragen und sich dem gemeinsamen Ziel "Geschwisterlichkeit" schrittweise zu nähern.
Immer wieder kam in den Programmbeiträgen zum Ausdruck: Geschwisterlichkeit ist ein Lebensstil, eine eigene innere Einstellung, eine Sicht auf unsere Welt, die nicht improvisiert werden kann.
Eine Teilnehmerin brachte die allgemeine Befindlichkeit auf den Punkt: "Auch wenn unser Weg, die aktuelle Situation zu gestalten, als blauäugig erscheinen mag: Es gibt keine Alternative zur Geschwisterlichkeit."
Am Ende des Tages wurde deutlich, dass es nicht bei einer einmaligen Begegnung bleiben könne. Christen seien derart herausgefordert, heute in der Gesellschaft zu ihrem Standpunkt zu stehen, dass es Gleichgesinnte zum Agieren und Rückenwind zum Durchhalten brauche.
Positiv wurde der Vorschlag aufgenommen, mehrmals im Jahr zum "Forum Neue Gesellschaft" zusammen zu kommen, um ein jeweils aktuelles gesellschaftliches Thema oder positive gesellschaftliche Initiativen zu diskutieren. "Heute haben wir gesehen, dass wir etwas verändern können. Ich nehme Motivation mit," äußerte sich ein Teilnehmer. Ein viel versprechender Ansatz für Hamburg.