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Sebastian Kehl und CHristoph Metzelder auf dem Colourdome: "Der Glaube ist unsere gemeinsame Basis"

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Glaube und Profifußball passen unter einen Hut: Der beste Beweis dafür sind die beiden Fußball-Nationalspieler Sebastian Kehl und Christoph Metzelder. Am Mittwoch Nachmittag bekannten sie auf der Colourdome-Bühne in Köln vor mehreren hundert WJT-Besuchern: „Der Glaube ist unsere gemeinsame Basis.“
Christoph Metzelder und Sebastian Kehl verbindet vieles. Beide spielen bei Borussia Dortmund und in der Nationalmannschaft, beide stammen aus Großfamilien, beide waren in ihrer Jugend Messdiener. Kein Wunder, dass „Metze“ sagt: „Wir sind gute Freunde – der Glaube ist unsere gemeinsame Basis.“
Am Mittwoch standen die Profifußballer auf der WJT-Bühne im Friedenspark, wo die Jugendlichen der Fokolarbewegung ein buntes Begegnungszentrum aufgebaut haben. Sieben Bereiche, markiert mit den sieben Farben des Regenbogens, sind dort zu finden. . Grün hat das Motto „get the feeling“ – mit allen Sinnen leben, Gott in Freizeit und Sport finden.
Zu diesem Thema waren auch die beiden Sportstars eingeladen. Rund eine halbe Stunde sprachen sie darüber, wie sich Sport und Glaube verbinden lassen: „Glaube ist für uns sehr wichtig, um einen Anker zu haben und Kraft zu tanken – und das nutzen wir auch“, sagte Christoph Metzelder. Anders als viele gläubige Brasilianer ist das Beten auf dem Platz nichts für ihn: „Glaube ist für mich etwas sehr Privates.“
Er und Sebastian Kehl haben eine andere Form gefunden, ihren Glauben öffentlich zu machen. Sie engagieren sich im Netzwerk
„Roter Keil“, einer Gruppe von Prominenten gegen Kinderprostitution. Die Initiative aus dem Jahr 1996 ging von Kaplan Jochen Reidegeld aus, einem Freund der beiden Fußballer: Damals, so berichtete dieser im Friedenspark, seien ihm in Sri Lanka Kinder zum Kauf angeboten worden. Heute setzt er sich mit dem „Roten Keil“ dafür ein, durch Therapie, Begleitung und der Eröffnung von Zukunftsperspektiven „Kindern ihr Lachen zurückzuschenken“.
Gute Erinnerungen hat Sebastian Kehl an Papst Johannes Paul II.: Noch im Januar habe er den Spielern eine Audienz gewährt. „Das sind Momente, die einen prägen und stärken und im Glauben verwurzeln.“ Papst Benedikt XVI. werden die beiden am Sonntag auf dem Marienfeld nicht sehen können,weil das Training für das DFB-Pokalspiel angesetzt ist..
Den WJT-Besuchern sagte Metzelder, dass es in Köln in diesen Tagen „unglaublich viel zu entdecken“ gebe. Kehl rät den Jugendlichen, sie sollten „Verantwortung füreinander übernehmen und einander helfen – so, wie es hier in Köln gerade vorgelebt wird“.
Am gleichen Abend begeisterte die internationale Band Gen Rosso mit ihrem Konzert "Give peace a hand" mehr als 4000 Jugendliche. Ausschnitte aus dem Musical "Streetlight" sowie Stücke aus dem Repertoire der letzten Jahre luden ein zum Mitsingen, Tanzen und unterstrichen die Botschaft von Geschwisterlichkeit und Einheit unter verschiedenen Kulturen und Nationen.