Foto: Ursel Haaf

Den Fliehkräften der Angst ein Miteinander der Hoffnung entgegen setzen

In München begann heute der langerwartete Kongress "Miteinander für Europa".

„500 Jahre Trennung sind genug – Einheit ist möglich!“

Auch Maria Voce,  Fokolar-Präsidentin und Mitglied des Internationalen Leitungsteams von „Miteinander für Europa“, äußert sich entsprechend: „Wir haben entdeckt, dass wir mehr Durchschlagskraft haben, wenn wir in unserer Unterschiedlichkeit  zusammenarbeiten.“ Sie erinnerte an die Stuttgarter Abschluss-Erklärung von 2007. Dort hatte sich die Initiative „Miteinander für Europa“ unter anderem zu einem „Ja zum Leben“, zur Bewahrung der Schöpfung und zu einer fairen und gerechten Welt-Wirtschafts-Ordnung bekannt.
Voce sieht die Hauptaufgabe des internationalen christlichen Netzwerkes darin, die Kräfte zu unterstützen, die sich für mehr Verständnis und Einheit in Europa stark machen. „Wir möchten eine Gemeinschaft sein, die für etwas nützlich ist.“ 

Nach einem intensiven Vormittag im Plenum boten am Nachmittag thematisch sehr unterschiedliche Foren den Teilnehmern Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, darin Berichte über Projekte und Initiativen einzelner Gemeinschaften, aber auch persönliche Glaubenszeugnisse. Um die „Stolpersteine“ in der Ökumene ging es in einem gut besuchten Forum, in dem sich auch Kardinal Kasper, ehemaliger Präsident des katholischen Ökumene-Sekretariats einbrachte. „In Lernerfahrungen und Vergebungserfahrungen seid Ihr ein wichtiger Vorposten!“ sagte der Ökumene-Experte und stellte in Aussicht, dass es in absehbarer Zeit eine Erklärung geben könnte zu übereinstimmenden Lehrmeinungen zwischen evangelisch-lutherischer und katholischer Kirche zu den Themen Kirche, Amt und Eucharistieverständnis.

Ein anderes Forum beleuchtete das nicht immer spannungsfreie Verhältnis zwischen den institutionalisierten Kirchen und Bewegungen und Gemeinschaften. „Sie können in den Kirchengemeinden Übersetzungsdienste leisten, denn Sie kennen die Sprache der Welt und die Glaubenssprache der Kirche, unterstrich dabei Kirchenrat Franz Zeeb.

 

Der Kongress geht am Freitag weiter, dann mit einem aktuellen Blick auf Europa. Am Samstag findet die große öffentliche  Kundgebung auf dem Stachus in München statt.

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