Foto: SIF Loppiano

Ehrendoktorwürde für Patriarch Bartholomäus I.

Einsatz für die „Kultur der Einheit“

Das Universitätsinstitut Sophia in Loppiano/Florenz verlieh am 26. Oktober 2015 die Ehrendoktorwürde in “Kultur der Einheit“ an den Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel Bartholomäus I. Papst Franziskus gratulierte in einer persönlichen Botschaft.

Patriarch Bartholomäus habe sich ausgezeichnet durch seinen überzeugenden Einsatz auf dem Weg zur vollen Einheit der Kirchen und durch seine Bemühungen um den interreligiösen Dialog, erklärt der Rektor von Sophia, Piero Coda, in der Begründung für die Verleihung des Ehrendoktors. Er verwies unter anderem auf die gemeinsame Erklärung mit Papst Franziskus beim Abschluss von dessen Pilgerreise nach Jerusalem am 25. Mai 2014 und auf das Gebet des Patriarchen mit Papst Franziskus, Präsident Mahmoud Abbas und Präsident Schimon Peres für den Frieden im Heiligen Land im Vatikan am 8. Juni 2014. Bartholomäus I. wurde zudem als geistiger Führer der christlichen Bewegung für die Umwelt bekannt. Die Ehrendoktorwürde sei „eine verdiente Anerkennung seines Einsatzes für die Förderung einer Kultur der Einheit, die dem gemeinsamen Weg unserer Kirchen zur vollen sichtbaren Einheit dient“, sagte auch Papst Franziskus in seiner Botschaft an den Patriarchen von Konstantinopel, die an der Verleihung von Kardinal Bertori verlesen wurde.

„Den Dialog führen ist unsere gemeinsame Priorität“, sagte Maria Voce, aktuelle Präsidentin der Fokolar-Bewegung, beim Festakt in Loppiano. „Wir wünschen uns, diesen gemeinsamen Weg fortzusetzen, in tiefer innerer Übereinstimmung unserer Ideale und unserer Zeugnisses “. So werde erwägt, das Institut Sophia in Richtung Ökumene auszubauen. Eine nächste Etappe stehe im November bevor, erklärte der Patriarch in einem abschließenden Interview, wenn die der Fokolar-Bewegung nahestehenden Bischöfe der verschiedenen Kirchen zu ihrem jährlichen Treffen in Istanbul zusammen kommen. „Dort werden wir unseren Willen zur Zusammenarbeit für die Einheit unserer Kirchen bekunden“, bekräftigte der Patriarch. „Wir sind glücklich und bereit, den Friedenskuss zwischen Osten und Westen auszutauschen.“

Das Universitätsinstitut Sophia wurde von Chiara Lubich, Gründerin der Fokolar-Bewegung, gegründet. Dieses junge akademische Zentrum präsentiert sich als eine Gemeinschaft für Bildung, Studium und Forschung. Die Siedlung Loppiano dient seit 1964 als eine Ausbildungsstätte zu einem Leben auf der Grundlage des Evangeliums für Familien, Jugendliche und Erwachsene. Es leben und arbeiten dort 900 Menschen aus 70 Ländern.

Seit fast 50 Jahren ist der Fokolar-Bewegung in engem Kontakt mit dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel. Chiara Lubich traf sich zwischen 1967 und 1972 ganze 23 Mal mit dem Patriarchen Athenagoras. Diese Beziehungen wurden mit seinem Nachfolger, Dimitrios I. fortgesetzt und leben heute im gleichen Geist der spirituellen Freundschaft mit dem aktuellen Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus I. fort.

 

 

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