Foto: Gabor Popp

Christoph Glaisner

„Mary Health of Africa“ heißt das Hospital mit gut 100 Betten. Ich baue dort die Physiotherapie-Abteilung auf. Wir sind in Fontem in Kamerun mitten im tropischen Bergregenwald.

In der traditionellen afrikanischen Medizin sind die Vorzüge der Physiotherapie wenig bekannt. Daher haben wir einen Film darüber in Pidgin gedreht, einer gängigen Sprache der Region. Langsam wächst Vertrauen in das bis dahin weitgehend Unbekannte. Mittlerweile interessieren sich vier einheimische Krankenpfleger intensiver für die Möglichkeiten, die die Physiotherapie bietet. Sie bilde ich derzeit aus. Zudem konnten wir andere Pflegekräfte schulen und ihnen unter anderem einige Hebetechniken zeigen, die ihre Arbeit erleichtern.

Ein wertvoller Bestandteil meiner Arbeit sind Hausbesuche wie bei Nicasio. Eine Hirnhautentzündung nach der Geburt führte beim dem 9-jährigen zu einer geistigen und körperlichen Behinderung. Inzwischen kann er sich an seinem Rollator eigenständig fortbewegen und braucht etwas weniger Hilfe beim Ankleiden. Zudem hat die Familie auf unsere Anregung hin für ihn einen Reha-Aufenthalt ermöglicht.

Bei allem ist mir die Haltung wichtig, in der ich agiere. Achtsam. Dankbar für viele Freundlichkeiten, die ich erfahre. Werte wie Großzügigkeit und den Wert von Beziehungen, die wichtiger sind als Geschäfte, entdecke ich hier neu.

Wer ist noch dabei? Und warum?

Gery De Stefano

Ergotherapeutin und Liedermacherin, Köln

Ich bin dabei, weil mich 1968 etwas gepackt hat.

Dominik Maxelon

Student, Duisburg

Ich bin dabei, weil die Monteros mich brauchen.

Michael Weiss

Veranstaltungs-Techniker

Ich bin dabei, weil ich im Dienst sein kann.

Paul Waldmüller

Franziskaner-Pater

Ich bin dabei, weil ich noch viel entdecken möchte.

Marianne Schneppe

Fokolarin, Solingen

Ich bin dabei, um meine Erfahrung weiterzugeben.