|
 |
 |
Wirtschaft |
 |
 |
 |
Das Phänomen der Globalisierung in der Finanz- und Wirtschaftswelt öffnet neue Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten. Gleichzeitig wächst aber auch das Risiko einer immer größeren Kluft zwischen Arm und Reich in der Welt.
"... UND KEINER UNTER IHNEN LITT NOT"
Im Rahmen der Initiative „Wirtschaft in Gemeinschaft“ engagieren sich weltweit Unternehmen, um benachteiligte Menschen zu unterstützen. Ziel ist es, eine Gemeinschaft unter Menschen und Völkern zu schaffen, in der niemand Not leidet. Dafür stellen die Unternehmer der „Wirtschaft in Gemeinschaft“ Teile ihres Gewinns zur Verfügung. Basis und Ausgangspunkt ist eine „Kultur des Gebens“, ein vom Evangelium inspirierter Lebensstil, der sich in den vergangenen Jahrzehnten in der Fokolar-Bewegung* entwickelt hat.
SOLIDARISCH & GEWINNORIENTIERT
Die Unternehmen der „Wirtschaft in Gemeinschaft“ arbeiten gewinnorientiert. Der Gewinn wird für drei Ziele eingesetzt:
- Linderung von Armut
- nachhaltige Weiterentwicklung des eigenen Betriebs zur Sicherung und zum möglichen Ausbau von Arbeitsplätzen
- Verbreitung und Vertiefung der „Kultur des Gebens“
Arbeits- und Lebensstil der Unternehmer der „Wirtschaft in Gemeinschaft“ sind geprägt vom Bemühen um transparentes Handeln und faire Beziehungen innerhalb des eigenen Betriebes sowie zu Kunden, Lieferanten und Mitbewerbern.
PRAXISNAH & THEORETISCH FUNDIERT
Neben den betrieblichen Erfahrungen wecken auch die theoretischen Grundlagen der „Wirtschaft in Gemeinschaft“ immer mehr Interesse. Im Dialog mit Wirtschaftswissenschaftlern werden Ziele und Wertvorstellungen der Wirtschaft in Gemeinschaft gemeinsam herausgearbeitet und in wissenschaftlichen Facharbeiten dargestellt. Gleichzeitig erhalten auch die betrieblichen Erfahrungen durch die wirtschaftstheoretische Diskussion immer wieder neue Impulse.
Sieben Beispiele:
Gewerbepark SPARTACO, Brasilien
Unternehmensberatung ANCILLA, Phlippinen
Genossenschaft TASSANO, Italien
KNE PLAST / ROTOGINE, Brasilien
PRO-PART, Deutschland
CONTECTA Immobilien, Deutschland
DEMIERRE MOVING DANCE, Schweiz
GEGENSÄTZE ÜBERWINDEN
Den Anstoß zur „Wirtschaft in Gemeinschaft“ gab Chiara Lubich, Gründerin der Fokolar-Bewegung, 1991 bei einer Reise nach Brasilien. Sie suchte dort angesichts der gro゚en Kluft zwischen Armutsvierteln und modernsten Wolkenkratzern nach Wegen, um würdige Lebens- und Arbeitsbedingungen für möglichst viele Menschen zu schaffen.
„Hier müssten Betriebe entstehen, die einen Teil ihres Gewinns freiwillig der Gemeinschaft zur Verfügung stellen, mit dem gleichen Ziel wie die christliche Urgemeinde: Bedürftige zu unterstützen und Arbeitsplätze zu schaffen, damit es niemanden mehr gibt, der Not leidet. Au゚erdem sollten die Gewinne dazu dienen, die Betriebe weiter zu entwickeln und Schulungszentren zu bauen, in denen Menschen Neuorientierung finden können. Denn ohne neue Menschen wird es keine erneuerte Gesellschaft geben.“
Chiara Lubich, Sao Paolo/Brasilien 1991
VOM KLEINBETRIEB BIS ZUM GEWERBEPARK
Die Initiative fand breite Zustimmung, und noch 1991 entstanden die ersten Kleinbetriebe mit dieser Zielsetzung. Gleichzeitig begannen weltweit Unternehmer, ihre bestehenden Betriebe nach den Grundgedanken der „Wirtschaft in Gemeinschaft“ auszurichten.
In einigen Ländern (Brasilien, Argentinien, Italien ...) haben Unternehmen der Wirtschaft in Gemeinschaft ihren Sitz in die Nähe von Siedlungen der Fokolar-Bewegung verlegt. So entstehen kleine Gewerbeparks, in denen sichtbar wird, wie sich die „Kultur des Gebens“ auf den unternehmerischen Alltag auswirkt. Es ergibt sich eine fruchtbare Wechselwirkung zwischen dem geistlichen Leben der Fokolar-Siedlungen und den Wirtschaftsbetrieben. Weitere Gewerbeparks entstehen in Portugal, Belgien und Recife, auch für Deutschland ist ein solches Projekt geplant.
ARM UND REICH ALS WIRTSCHAFTSPARTNER
„Die 'Wirtschaft in Gemeinschaft' ist weniger eine Analyse von Tatsachen als eine zukunftsweisende Botschaft. Und das ist der faszinierende Aspekt einer spirituellen Bewegung, die einen gro゚en Weg beschritten hat, der sich auf absolut wesentliche Prinzipien stützt. Chiara Lubichs Diskurs handelt im Wesentlichen von einem einzigen Prinzip, dem der tiefsten Nächstenliebe, und dem Versuch, sie in den verschiedenen Bereichen des heutigen Lebens umzusetzen.“
Romano Prodi
KONTAKT

|

Unternehmerinnen und Unternehmer der WiG in Deutschland

|
Im Laufe der Jahre haben sich in vielen Ländern Unternehmer-Netzwerke gebildet. Ihr Ziel ist es, einander zu stärken, sich über die praktische Umsetzung der Grundlinien der Wirtschaft in Gemeinschaft im Unternehmensalltag auszutauschen und die Prinzipien der „Kultur des Gebens“ zu vertiefen. Es werden Informationsveranstaltungen und Seminare für Unternehmer und Interessierte angeboten.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:
Wirtschaft in Gemeinschaft:
Gabriele Schäfer, Otto-Hahn-Str. 3, 69214 Eppelheim, 06221 - 804173
Winfried Baetz, Kanalstr. 40, 48147 Münster, 0251-311 12 24
E-Mail: wig@fokolar.org
 |
 |
 |
|
 |
 |
Neue Stadt |
 |
 |
 |
 |
Verlag + Monatsmagazin |
 |
 |
 |
|