Dominik Maxelon

Mein freiwilliges soziales Jahr habe ich in der Dominikanischen Republik gemacht. An der Schule "Café con Leche" in einem Armenviertel am Rande der Hauptstadt Santo Domingo gab ich Englisch- und Musik-Unterricht.

Unser Schulchor sollte an einem Konzert in Santo Domingo teilnehmen. Doch weder die Schule noch die Kinder konnten das Geld für die Busfahrt aufbringen. Ich habe mich an die Event-Kirche „GoodNews“ erinnert in meiner Heimatstadt Duisburg, in der ich vor meinem Auslandsaufenthalt aktiv war. Sie haben mir zugesagt, dass die gesamte Kollekte an meine Wirkungsstätte gehen soll. So brauchten wir 70 € für die Chorfahrt und konnten darüber hinaus eventuell noch weitere Projekt unterstützen. Nach dem Gottesdienst bekam ich die Nachricht, dass statt der sonst üblichen 300 € diesmal rund 1.600 Euro gesammelt worden sind.

Damit war die Busfahrt des Chores gesichert. Im Gespräch mit Leuten aus der Schule haben wir beschlossen, mit dem restlichen Betrag einer besonders armen Familie hier zu helfen, der Familie Montero. Der Vater arbeitet als Motortaxi-Fahrer und die Mutter ehrenamtlich in einem Kindergarten. Für die Event-Kirche in Duisburg sollte ich ein kleines Video drehen, um die Situation deutlicher zu machen. Daraufhin habe ich die Familie in ihrem „Haus“ besucht. Die Umstände, unter denen die 8-köpfige Familie hauste, haben mich geschockt. Auf 15-20m² kommt das Haus. Die Holzfassade ist marode. Es gibt keine Fenster, kein fließendes Wasser und das Dach besteht aus Wellblech und Plastikplanen. Bis auf eine Küchenecke und Betten gibt es kaum Platz, um sich frei zu bewegen. Diese Familie so zu sehen, hat mich sehr getroffen und ich habe mich als „reicher Deutsche“ in diesem Moment wirklich schlecht gefühlt.

Inzwischen steht das Haus, weil viele helfende Hände mit angepackt haben. Darüber hinaus haben wir in dem Jahr weitere Projekte in der Schule unterstützt und konnten eine Spendensumme von über 3.000 € und weiterer Aktionen wie etwa eine Kleiderspende verwirklichen.

Die Schule, in der ich neun Monate eine unglaublich tolle Erfahrung machen durfte, hat zurzeit ein gewaltiges Platzproblem. In der Sporthalle findet auch normaler Unterricht statt, so dass sie für Sport nur halb genutzt werden kann. Deswegen setzte ich mich aktuell dafür ein, der Schule den Bau eines neuen Klassenraumes zu ermöglichen.

Wer mehr erfahren möchte, kann hier mein Video anschauen.

Wer ist noch dabei? Und warum?

Michael Weiss

Veranstaltungs-Techniker

Ich bin dabei, weil ich im Dienst sein kann.

Paul Waldmüller

Franziskaner-Pater

Ich bin dabei, weil ich noch viel entdecken möchte.

Marianne Schneppe

Fokolarin, Solingen

Ich bin dabei, um meine Erfahrung weiterzugeben.

Joachim Geibel

Chorleiter

Ich bin dabei, weil ich auf Augenhöhe stehe.

Eva-Maria Marold

Fokolarin, Berlin

Ich bin dabei, weil ich so bleiben kann, wie ich bin.