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Hubert Schulze Hobeling

Und das hat einen guten Grund. Erika J. Chopich hat ein Buch geschrieben. Der Titel: „Aussöhnung mit dem inneren Kind“. Meine Schwester Anne hat mir dieses Buch sehr ans Herz gelegt. Das war kurz vor ihrem Tod. Zu einem Zeitpunkt also, wo es um wirklich wichtige Dinge geht.Es hat einen Moment gedauert, bis ich intensiver darin gelesen habe. Eines Tages bin ich an einer Aussage hängen geblieben. „Wenn Sie in der zweiten Lebenshälfte glücklich sein wollen“, stand da geschrieben, „leben Sie Ihre Leidenschaft.“

Es begannen Tage, in denen ich überlegte. Wofür schlägt mein Herz? Für meine Beziehung. Für meinen Beruf. Ja, keine Frage. Aber Leidenschaft? Ich war ernüchtert, dass ich darauf nicht sofort eine klare Antwort fand. Also ging ich zurück in meinem Leben Jahr für Jahr. Ich saß im Auto und wartete an einer roten Ampel. Da kam die Antwort.

Dieses Glücksgefühl stammt aus einer Zeit, als ich 17 war. Nach einem Beinbruch, den ich mir auf einer Jugendfreizeit beim Skifahren in Steibis im Allgäu zugezogen hatte, stand meine aktive Fußballer-Karriere vor dem Aus. Ich lebte auf einem Internat. Das Beste aus der Situation machen, hieß für mich, eine U15 Mannschaft zu trainieren. Das war eine großartige Erfahrung. Gemeinsam durch Höhen und Tiefen zu gehen.

"Meine Leidenschaft" ..., ich hatte sie gefunden. Ich fragte einen guten Freund, der eine U17 trainierte, ob er Unterstützung gebrauchen könne. Schnell merkte ich, dass ich mit den Jungs gut klar komme, mir aber das Wissen fehlt, ballorientierten Fußball gut zu vermitteln. Also machte ich den Trainerschein.

Das ist nun drei Jahre her. Zur Zeit trainiere ich eine U17. 21 Jungs. Kreisliga A. Wir sind eine Trainerteam und insgesamt zu Fünft. Die Jungs haben Ziele, wollen in die Leistungsliga Vierte werden. Wir begleiten sie. Noch ist alles möglich. Das Trainersein bringt so viel Leben in mein Leben, in alle Bereiche beruflich wie privat. Ich bin sehr glücklich damit und dieses Glück verdanke ich meiner Schwester und Erika J. Chopich, der US-amerikanischen Buchautorin. Leidenschaftlich leben ist das, was mich beflügelt.

Wer ist noch dabei? Und warum?

Christoph Glaisner

Physiotherapeut, Fontem (Kamerun)

Ich bin dabei, weil ich in Afrika lerne, was wichtig ist.

Dominik Maxelon

Student, Duisburg

Ich bin dabei, weil die Monteros mich brauchen.

Michael Weiss

Veranstaltungs-Techniker

Ich bin dabei, weil ich im Dienst sein kann.

Paul Waldmüller

Franziskaner-Pater

Ich bin dabei, weil ich noch viel entdecken möchte.

Marianne Schneppe

Fokolarin, Solingen

Ich bin dabei, um meine Erfahrung weiterzugeben.