Die nackten Fragen des Evangeliums

Wer kann schon „Nein“ sagen, wenn der Papst anruft? Seine Bitte an den Ordensmann war: die Fasten-Exerzitien 2016 für ihn und seinen Mitarbeiterstab zu halten. Ermes Ronchi sagt zu.

Seine Meditations-Texte erregen Aufsehen. Er beschäftigt sich mit den Fragen, die Jesus von Nazareth so hatte.

Ein Beispiel. "Jesus wandte sich zu der Frau und sagte zu Petrus: 'Siehst du diese Frau?“

Ermes Ronchi liefert die Antwort gleich mit. „Wenn man mich das (vor dem Papst und den Kardinälen) fragen würde, müsste ich antworten: 'Nein, Herr, hier sehe ich nur Männer."

Die Rolle der Frau in der katholischen Kirche ist eines seiner Themen. Ronchi leitet all seine Gedanken von den Fragen Jesu ab. Fragen wie diese: „Warum weinst du?“ „Wen suchst du?“ „Wie soll das geschehen?“

Daraus entwickelt er für ihn wichtige Themen: „Was wollen wir eigentlich?“ „Warum und wovor haben wir Angst?“ „ Worauf richtet sich unser Augenmerk: auf Regeln, auf die Vergangenheit oder auf den einzelnen Menschen?“

Ronchi gelingt es, auf den Kern dessen vorzustoßen, was die christliche Botschaft gerade heute aktuell macht.

                                                                                                                            Hubert Schulze-Hobeling

 

Der Autor:

Pater Ermes Ronchi (Jahrgang 1947) lebt seit September 2016 in einer kleinen Gemeinschaft seines Ordens (OSM, Serviten) im italienischen Isola Vicentina bei Viacenza. Der Theologe hat unter anderem an der Sorbonne und am Institut Catholique in Paris studiert.

 

Das Buch ist erhältlich im Verlag Neue Stadt
192 Seiten, gebunden, Format 13 x 21 cm, ISBN 978-3-7346-1112-4, EUR 18,00

Weitere Buchtipps

Ein neuer Ronchi!

"Sein Himmel ist unter uns:
Hier unten, manchmal ganz unten,
begegnet uns ein mütterlicher Vater.
Jemand, der will, dass wir LEBEN:"

Das Gebet der Christenheit, neu ausgelegt und erschlossen von Ermes Ronchi: ein Gebet mit Veränderungspotenzial. Ronchis Ausführungen über das »Gebet Jesu« gelten als einer seiner tiefsten und schönsten Texte. Mehrfach neu aufgelegt, erscheinen sie jetzt auch in deutscher Sprache.

Zum 100. Geburtstag am 22. Januar 2020.
Einblicke in Leben und Denken der Gründerin der Fokolar-Bewegung:
- Biografisches Profil
- Zentrale Texte, interpretiert und für heute erschlossen von 15 Autorinnen und Autoren

Am 22. Januar 2020 jährt sich zum 100. Mal der Geburtstag von Chiara Lubich (1920–2008). Sie ist bekannt als eine der spirituellen Leitgestalten unserer Zeit und als Gründerin der Fokolar-Bewegung. 2015 wurde der Seligsprechungsprozess eröffnet.

Antonio De Stefano

Nehmen Sie mir mein Problem weg!
Mit dieser Erwartung wenden sich viele an einen Therapeuten.

Und die Probleme haben viele Namen: Ängste und Abhängigkeiten, Ungelöstes und Verletzungen, Krankheiten und Stress …