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Gottsucher zwischen Mystik und Missbrauch

Online-Kongress über die Frage der schwindenden Gottesgewissheit

Am Ende waren es etwa 350 Personen, die sich zum Kongress „Was und wie, wenn ohne Gott“ online zugeschaltet haben. Es war ein kritisches Reflektieren und bisweilen auch eine bange Vergewisserung dessen, was heute noch Grund gibt, am Glauben an Gott festzuhalten in einer Zeit, in der seine Bedeutung in der Welt zu schwinden scheint. Gleichzeitig ließen sich Referierende und Teilnehmende auf eine gemeinsame Suche danach ein, welche Impulse von Mystikerinnen und geistlich inspirierten Menschen der Gegenwart wie der vergangenen Jahrhunderte Gottsuchende und Gottglaubende in ihrer Verankerung im Glauben stärken könnten.

 

Der tschechische Religionsphilosoph Tomáš Halík beschloss dann die Serie von inhaltlichen Impulsen des Kongresses und ging der Frage nach: Kann man heute noch zeitgemäß an Gott glauben? Er kommt zu dem Schluss, dass die Säkularisierung kein unumkehrbarer Prozess sei: „Die Nächstenliebe zeigt uns, wie wir diese Nähe Gottes erleben können.“ Es brauche die existentielle Zustimmung, dass Gott ist und „dann zählt die Bereitschaft, Liebe zu lernen“.

 

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