Klaus-Hemmerle-Preisträgerin 2016: Noorjehan Abdul Majid

Die mosambikanische Ärztin Dr. Noorjehan Abdul Majid erhält von der Fokolar-Bewegung den Klaus-Hemmerle-Preis 2016. Dr. Majid arbeitet seit 2002 in mehreren AIDS-Zentren von Maputo für das AIDS-Behandlungsprogramm DREAM der Gemeinschaft Sant’Egidio.

Noorjehan Abdul Majid ist Ärztin und arbeitet seit 2002 in mehreren AIDS-Zentren in und außerhalb von Maputo (Mosambik) für das AIDS-Behandlungsprogramm DREAM der Gemeinschaft Sant’Egidio.

Die Fokolar-Bewegung möchte mit diesem Brückenschlag eine Frau ehren, die als Ärztin in ihrem Heimatland tätig ist und als Muslimin in hervorragender Weise mit Christen und Mitgliedern anderer Religion zusammenarbeitet. Mit ihr sollen ebenso die Aktivitäten der Gemeinschaft Sant`Egidio in Mosambik gewürdigt werden.

ZEICHEN SETZEN
Noorjehan Abdul Majid hat sich zu einer ausgewiesenen Spezialistin in der Behandlung von Menschen mit HIV/AIDS entwickelt. Als Frau und Muslimin kann sie in diesem Zusammenhang besondere Zeichen setzen.

Sie arbeitet in überkonfessioneller und interreligiöser Weise mit den Betroffenen und deren Familien zusammen und beteiligt die Geheilten, deren Krankheit medizinisch im Griff ist, an der Arbeit gegen AIDS.

RECHTE STÄRKEN
Neben ihrer ärztlichen Tätigkeit setzt sie sich für die Rechte von HIV-positiven Menschen ein, vor allem von Frauen, die noch immer von Stigmatisierung und Ausgrenzung betroffen sind. Sie tut dies mit viel ärztlicher Kompetenz, Motivation und Herz.

Die Preisverleihung findet am 22. Januar 2016 um 19.30 Uhr im Aachener Dom statt.

Im Gedenken an die Person und an das geistige Vermächtnis des früheren katholischen Bischofs von Aachen Klaus Hemmerle (1929-1994) ehrt die Fokolar-Bewegung Persönlichkeiten, die als „Brückenbauer“ den Dialog zwischen den Kirchen, Religionen und Weltanschauungen fördern. Der Klaus-Hemmerle-Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist undotiert.

Bisherige Preisträger
2004: Prof. Dr. Ernst-Ludwig Ehrlich, ehemaliger Präsident des Lutherischen Weltbundes
2006: Dr. Christian Krause, ehemaliger Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche
2008: Bartholomeos I., Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel
2010: Dr. Alfons Nossol, emeritierter Erzbischof von Oppeln/Polen
2012: Prof. Dr. Hans Maier, ehemaliger bayerischer Kultusminister und langjähriger Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken
2014: Dr. Ruth Pfau, Lepra-Ärztin in Pakistan

Dateianhang

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