Irmi Müller

Ein 11-jähriges Mädchen sagt mir am Ende des Workshops: „Jetzt weiß ich endlich, dass ich ganz normal bin.“ Oder ein 10-jähriger Grundschüler meint: „Wie cool ist das denn. Ich bin aus dem halben Bauplan meiner Mama und dem halben Bauplan meines Papas entstanden. Krass.“

Die Fruchtbarkeit meines Körpers ist Thema oder wie ich gerne sage „MichMögenLernen“. Und das kam so. Ich war im Schulelternbeirat und sollte mich mal kümmern. Da bin ich auf „MFM“ gestoßen - „My Fertility Matters“, einem werteorientierten sexualpädagogischen Präventionsprogramm.

Seither gehe ich in Schulen und mache Workshops für Kinder und Jugendliche. Dort verstehen sie mit allen Sinnen, welches Wunder jeder Einzelne ist. Die „KörperWunderWerkstatt“ in der Grundschule gehört ebenso dazu wie die „Zyklusshow“ für die 5./6. Klasse und „WaageMut“ ab der 9. Klasse.

Wir haben ein Motto: „Nur was ich schätze, kann ich schützen“, und mit dieser Arbeit kann ich meinen Teil dazu beitragen. Wenn ich im Workshop erlebe, wie Kinder, die anfangs sehr unsicher scheinen, ihre Angst verlieren, „wachsen“ und mit strahlenden Augen gehen, denke ich mir manchmal, was für mega Momente.

Wer ist noch dabei?

MFM-Referentin, Albisheim (Pfalz)
Ich bin dabei, weil ich mich mag.
Schulleiter, Köln
Ich bin dabei, weil ich neugierig auf mir Fremdes bin.
Ergotherapeutin und Liedermacherin, Köln
Ich bin dabei, weil mich 1968 etwas gepackt hat.
Physiotherapeut, Fontem (Kamerun)
Ich bin dabei, weil ich in Afrika lerne, was wichtig ist.
Student, Duisburg
Ich bin dabei, weil die Monteros mich brauchen.