Tagebuch 13 der Generalversammlung vom 7. Februar 2021

Mit Mut das Leid der Menschheit umarmen

Heute, am 7. Februar, ging die Generalversammlung der Fokolar-Bewegung zu Ende. Im Schlussdokument werden alle, die sich zu ihr gehörig fühlen, aufgerufen, denen nahe zu sein, „die in der Gesellschaft keinen Stellenwert haben oder unter sehr schwierigen Bedingungen leben müssen“. Die Handlungsrichtlinien für die nächsten sechs Jahre wurden von der Generalversammlung unter dem Titel „Orientierungspunkte“ verabschiedet und nehmen ihren Anfang im „Hinhören auf den Schrei der Menschheit, der Schöpfung und der neuen Generationen“. Das Dokument beginnt mit einer klaren Botschaft: Ausgehend von ihrer Berufung, die Einheit überall dorthin zu bringen, wo sie fehlt, wollen die Angehörigen der Bewegung „diejenigen suchen, die leiden, die ausgeschlossen sind, angefangen bei denen, deren Leid wir selbst verursacht oder die wir selbst ausgeschlossen haben“; sie „wollen mit allen den Dialog suchen, sich von ihnen anrühren lassen und dabei denen den Vorzug geben, die anders als wir selbst sind“. Die Handlungsrichtlinien sind aus dem Wunsch heraus entstanden, denen noch näher zu sein, „die keinen Stellenwert in der Gesellschaft haben, die nicht zählen, die unter schwierigsten Bedingungen leben müssen oder in und unter bestimmten Strukturen leiden“.

Nach dem Abschluss der Generalversammlung hat Kardinal Kevin Farrell, Präfekt des Dikasteriums für die Laien, die Familie und das Leben, zusammen mit der Untersekretärin Linda Ghisoni  das internationale Zentrum der Fokolar-Bewegung in Rocca di Papa bei Rom besucht. In seiner Ansprache bei der Dankesmesse hat Kardinal Farrell an die Worte von Papst Franziskus bei der Privataudienz für die Generalversammlung erinnert, dass „persönliche Krisen sowie Krisen der Gemeinschaft – wenn sie gut und mit der Gabe der Unterscheidung gelebt werden – ein Geschenk und eine große Bereicherung sein können. Sie führen uns  zurück zum Wesentlichen, besiegen unseren Stolz und falsche Selbstsicherheit“. Der Kardinal hat die Bewegung ermutigt, „beständig zur Reinheit des Charismas von Chiara Lubich zurückzukehren, zur Schönheit der persönlichen, ehrlichen und ganzheitlichen Beziehung zu Jesus.“

Internationales Kommunikationsbüro der Fokolar-Bewegung

 

Mit diesem letzten Tagebuch verabschiedet sich das Übersetzungs-, Redaktions- und Webteam aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, das für die Berichte über die Generalversammlung in deutscher Sprache engagiert war.