Foto: Ursel Haaf

Kontaktstelle geistlicher Missbrauch

Kontaktstelle der Fokolar-Bewegung in Deutschland, Österreich und in der Schweiz für geistlichen und Macht-Missbrauch

Manipulation und Machtmissbrauch kommen auch in christlichen Gemeinschaften vor. Mit Betroffenheit und Bedauern stellen wir fest, dass es auch in der Fokolar-Bewegung verschiedene Formen von Missbrauch sowie spirituellen Grenzüberschreitungen gab und gibt. Deshalb möchten wir konkreten Vorwürfen und Vorkommnissen konsequent nachgehen und alles unternehmen, dass solche Missstände aufgedeckt, beendet und für die Zukunft möglichst ausgeschlossen werden.
Die Fokolar-Bewegung in Deutschland, Österreich und in der Schweiz hat dazu eine Kontaktstelle mit Ansprechpersonen für geistlichen Missbrauch eingerichtet. Diese Personen stehen allen, die diesbezüglich Anliegen, Probleme und Beschwerden vorbringen wollen, zur Verfügung.
Bitte wenden Sie sich bei Bedarf an die Kontaktstelle. Die Ansprechpersonen sind bereit, Ihnen zuzuhören, Ihre Anliegen aufzunehmen, mit Ihnen zu besprechen und Wege zu finden, ihnen nachzugehen.

 

Alle Personen der Kontaktstelle arbeiten nach folgenden Grundsätzen:
• Sie gehören entweder nicht zur Fokolar-Bewegung oder haben keine Leitungsfunktion in ihr. Sie arbeiten unabhängig und weisungsfrei.
• Sie unterstehen der Schweigepflicht. Sie können durch Sie von dieser Schweigepflicht entbunden werden, beispielsweise zur Einbeziehung weiterer Personen nach Ihrem Wunsch.
• Sie arbeiten ehrenamtlich.

 

Die Ansprechpersonen*
• möchten als Vertrauenspersonen für Sie eine erste Anlaufstelle sein, um mit Ihnen über das Erlebte ins Gespräch zu kommen.
• Sie stehen in der Regel für ein bis drei Gespräche zur Verfügung.
• Sie besprechen mit Ihnen, ob weiterführende Schritte sinnvoll und gewünscht sind.
• Wünschen Sie eine Begegnung mit den am Konflikt Beteiligten, können sie helfen, ein solches Treffen zu organisieren oder die Beschwerden in Ihrem Auftrag vorzubringen.
• Sie sind bei der Klärung behilflich, ob ein Anliegen oder ein Vorwurf an die Verantwortlichen der Fokolar-Bewegung weitergegeben werden soll.
• Wenn von Ihnen gewünscht, können sie bei der Suche nach weiteren Hilfestellungen unterstützen.
• Sie wägen mit Ihnen ab, ob das Koordinationsteam der Kontaktstelle einbezogen werden soll. Dies wird ausschließlich nach Absprache mit Ihnen und auf Ihren Wunsch erfolgen. Die Personen dieses Teams arbeiten ebenfalls vertraulich und sind weisungsfrei. Sie gehören entweder nicht zur Fokolar-Bewegung oder haben keine Leitungsfunktion in ihr. Sie können inhaltlich oder organisatorisch unterstützend tätig werden.
• Unter Wahrung der Schweigepflicht steht die Kontaktstelle in jährlichem Austausch mit den Verantwortlichen der Bewegung für Deutschland, Österreich und Schweiz, die strukturelle Schwächen und spirituelle Schieflagen erkennen und mit Maßnahmen darauf reagieren wollen.

 

Die Fokolar-Bewegung hofft, mit dieser Initiative Schritte der Versöhnung zu ermöglichen und einen Beitrag zu einem geschwisterlichen Miteinander zu leisten.

 

Wir sind den Verantwortlichen der Clearingstelle der Deutschen Evangelischen Allianz dankbar für die wertvollen Hinweise, die sie uns für die Erarbeitung der Inhalte dieser Webseite gegeben haben.