Heiße Pizza in Dresden für die „Kleine Flamme“ in Kinshasa

Jugendliche verkaufen selbstgebackene Pizza, um ein Sozialprojekt im Kongo zu unterstützen.

 

Vor dem Aufbruch in die großen Ferien werden die Jugendlichen der Fokolar-Bewegung in Dresden noch mal so richtig aktiv: Hannah (17) und Julie (16) überlegen mit den anderen bis spät in die Nacht. Der Plan: möglichst viele selbstgebackene Pizzen verkaufen. Das Ziel: das Projekt „Petite Flame“ im Kongo mit einem finanziellen Beitrag unterstützen. In den Armenvierteln von Kinshasa bekommen jeden Tag 1900 Kinder Schulbildung, eine warme Mahlzeit und medizinische Versorgung. 

Julie berichtet: „Eine Woche davor beginnen wir unsere Flyer zu verteilen, bei unseren Nachbarn, und in den Kirchengemeinden. Wir sammeln Backbleche und denken, dass wir 60 Pizzen schaffen könnten. Dann trudeln die Bestellungen ein: genau 60!“ 

Am Samstagnachmittag treffen sich Theresa, Hannah, Julie und etliche Freunde, endlich geht es los. In vier Räumen einer großen Wohnung werden die Pizzen wie am Laufband gefertigt. Theresa aus Görlitz beginnt nachmittags um zwei, den Teig auszurollen. Abends um halb acht hört man immer noch ihren Ruf aus der Küche: „Bitte Türe schließen, ein Teig im Rohr muss gehen!“

Am Ende sind es 220 Euro, die sie nach Kinshasa schicken können. „Die Freude über den Erfolg ist groß,“ so berichtet Hannah. „Aber genau so groß ist die Freude, miteinander etwas zu tun.“ Der dreijährige Lio holt abends mit seiner Oma die bestellten Pizzen ab: „Du hast aber viele nette Freunde!“

Das Ziel dieser Jugendlichen ist nichts weniger als eine geeinte Welt. Und diese Aktion scheint ihnen ein kleiner, aber wichtiger Beitrag dafür zu sein: Die Erfahrung, dass es geht: in Dresden – und in Kinshasa.

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